Pegida - ist ausländerfeindlich und gegen Bereicherung durch Vielfalt

Demonstrierende Menschen.
Foto: Marius Krause; Text: Jane Baer-Krause
Pegida ist eine Initiative gegen Ausländer und Religionsfreiheit. Sie entstand im Oktober 2014 in Dresden. Ihren Anhängern missfällt vor allem die Verbreitung des Islam in Deutschland. Daher wollen sie Muslime vertreiben oder gar nicht erst aufnehmen. Ähnliche Ziele verfolgt die Partei "Alternative für Deutschland" (AfD). Sie wurde 2013 gegründet. Pegida und AfD haben viele Gegner.

In ihrer Gründungszeit gingen die Pegida-Anhänger monatelang an jedem Montag für ihre Ziele auf die Straße. Von Anfang an trafen sie in vielen Städten auf großen Widerstand. Mit  Gegendemonstrationen verurteilten viele Bürger, Gewerkschaften, Parteien und andere Organisationen Ausländerfeindlichkeit und Ausgrenzung. Sie wiesen darauf hin, dass Vielfalt das Leben bunter und spannender macht und alle bereichert. Nur in Dresden gingen mehr Pegida-Anhänger als Gegner auf die Straße. In allen anderen Städten stießen relativ wenige ausländerfeindliche Pegidas auf sehr, sehr viel mehr Gegendemonstranten. So forderten in Hannover Anfang 2015 rund 19.000 Menschen in der ganzen Innenstadt Religionsfreiheit, mehr Toleranz gegenüber Andersgläubigen und mehr Gastfreundschaft für Flüchtlinge. Auch viele Geschäftsleute und Behörden zeigten ihre Solidarität mit Muslimen und Ausländern: Sie schalteten ihre Außenbeleuchtung ab, wenn der Pegida-Zug vorüber zog. Damit machten sie klar, dass sie Ausländerfeinde im Dunkeln stehen lassen.

Die Buchstaben des Wortes Pegida stehen für „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Patrioten sind Menschen, die ihr Heimatland lieben und möglichst wenig verändern wollen. Mit Abendland sind Deutschland und seine Nachbarländer gemeint. In Leipzig nennt sich die Bewegung Legida = Leipziger Europäer..., in Hannover Hagida = Hannoversche Europäer. In anderen Städten gibt es ähnliche Abwandlungen des Namens.

(März 2015)



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