Tod im Buddhismus

- der Körper stirbt, die Seele nicht
Zwei Glühbirnen hängen vor schwarzem Hintergrund von der Decke. Eine leuchtet, die andere nicht.
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Buddhisten glauben, dass mit dem Tod des Körpers für die Seele nur eine Epoche zu Ende geht. Nach einer kurzen Ruhepause oder auch erst nach längerer Zeit wird die Seele in einem neuen Körper wieder geboren. Und so geht es in einem ewigen Kreislauf immer weiter – bis die Seele vielleicht eines Tages erleuchtet ist. Dann wird sie von der ewigen Wiedergeburt befreit. Der ewige Kreislauf bis dahin ist für Buddhisten eine schreckliche Vorstellung. Sie nennen ihn Samsara.

Manchmal  vergleichen Buddhisten den ewigen Kreislauf der Seele durch viele Körper mit dem Stromkreislauf und vielen Lampen:
  • Der Strom ist immer da. Aber nur, wenn er durch eine Lampe fließt, wird diese hell. Knipst du den Schalter aus, schaltest du den Strom aus und es wird dunkel.
  • Auch die Seele ist immer da. Doch nur wenn sie einen Körper bezieht, erwacht dieser zum Leben. Verlässt die Seele ihn wieder, ist der Körper tot.

Eure Fragen zum Tod im Buddhismus

Buddhismus
Autoren   Jane Baer-Krause, ud
 
Bildnachweise 

Kommentare

Warum ist die Wiedergeburt für Buddhisten eine schreckliche Vorstellung? - Unbekannt

Die Antwort findest du unter dem Stichwort Wiedergeburt im Buddhismus. - Jane

Wieso ist Leben und Tod wie eine Glühbirne? - leon cool

Hallo Leon, Buddhisten vergleichen die Seele und den Körper manchmal mit einem Stromkreislauf und einer Lampe. Oben im Text ist es erklärt. - Jane

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist der Sinn des Lebens gemäß der buddhistischen Lehre, dass man aus dem Leben ausscheidet - also nicht wiedergeboren wird. Das klingt so als wäre das ganze Leben hier nur von Leid geprägt. Das würde doch bedeuten, dass wenn jemand sein aktuelles Leben nicht mag, er Selbstmord begehen könnte, um danach ein anderes, vielleicht besseres Leben zu führen. Demzufolge müssten die höchsten Selbstmordraten bei den Buddhisten zu finden sein. Dem ist aber nicht so. Deutschland ist kein buddhistisches Land und ist eines der führenden Nationen in Bezug auf Selbstmorde. Habe ich den Buddhismus richtig verstanden? - Rationalist

Der Sinn des Lebens bedeutet für Buddhisten nicht nur, zu sterben und nicht wiedergeboren zu werden. Sie wolllen vielmehr die Ursache des Leidens erkennen, die im Menschen selber und in seiner falschen Erkenntnis und falschen Sicht der Dinge liegt. Diese Sicht steckt nach ihrem Glauben voller Begierde, Eifersucht, Rache und ähnlichen Gefühlen. Diese wollen sie gerne überwinden. Wer das vor seinem Tod schafft, hat nach buddhistischem Glauben eine gute Chance, nicht wiedergeboren zu werden. Das gilt allerdings nicht bei Selbstmord, denn damit handelt sich ein Mensch ein schlechtes Karma ein und wird damit sogar in einer schlechteren Existenzform wiedergeboren. - Ulrich

Wie sollen sich die Angehörigen verhalten, während jemand stirbt? Wie soll sich der Sterbende selber verhalten? - Swiss

Hallo Swiss, die Antwort auf deine Frage findest du unter dem neuen Stichwort Sterben im Buddhismus. - Jane

Ich verstehe nicht, ob die Seele in einen anderen Körper wandert oder das Karma und Klesha? - Ben

Hallo Ben, nach dem Glauben der Buddhisten wandert die Seele eines Toten in einen neuen Körper. Über das Karma erfährst du mehr in unserem Lexikon. Klesha bedeutet übersetzt "Verunreinigungen des Geistes", also zum Beispiel Begierde, Hass, Gewissenlosigkeit, Rücksichtslosigkeit. Sie führen zu schlechten Taten und damit zu einem schlechten Karma - Barbara 

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