Tischa beAw

- viele Juden trauern, fasten und hoffen
Blick auf die Bima und den Toraschrein in der Westendsynagoge in Frankfurt am Main.
© Barbara Wolf-Krause
Der jüdische Fastentag Tischa beAw ist für viele Juden gleichzeitig ein Tag der Trauer und der Hoffnung.

Tischa beAw erinnert viele Juden an besonders schlimme Ereignisse in ihrer Religion. Ganz besonders trauern sie um die beiden zerstörten Tempel in Jerusalem. Sie waren die heiligsten Stätten im Judentum. Juden glauben aber auch, dass Gott ihnen gerade dann hilft, wenn die Zeiten besonders schwer sind. Daher ist Tisch beAw für sie auch ein Tag der Erwartung und der Hoffnung. So rechnen viele Juden damit, dass ihr Erlöser eines Tages an Tischa beAw geboren wird.

Als Zeichen ihrer Trauer um die Tempel fasten viele Juden an Tischa beAw: Von Sonnenuntergang bis zum Einbruch der Dunkelheit am nächsten Tag essen und trinken sie nichts. Viele Gläubige treffen sich außerdem in der Synagoge. Der Gebetsraum liegt an diesem Tag im Schummerlicht. Dort sitzen alle Besucher auf niedrigen Stühlen oder hocken auf dem Boden, beten und lesen die Klagelieder Jeremias und Trauerpsalmen. Viele Juden unternehmen an Tischa beAw nichts, was sie vom Trauern ablenkt.


Eure Fragen zu Tischa beAw



Judentum
Autoren Jessica Raab, Jane Baer-Krause, dl
 
Bildnachweise 

Neuen Kommentar schreiben

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
To prevent automated spam submissions leave this field empty.