Reichspogromnacht

- am 9.11.1938 begannen die Nazis mit dem Terror gegen Juden
Informationstafel an der Außenwand der 1961 wieder aufgebauten Synagoge in Worms.
© epd-bild/Andrea Enderlein
Der 9. November ist in Deutschland der Gedenktag an die Reichspogromnacht. Er erinnert mit vielen Veranstaltungen an ein Attentat des Deutschen Reiches auf fast 200 Synagogen im eigenen Land.

In der Nacht zum 10. November 1938 zündeten die Nazis im damaligen Deutschen Reich fast 200 jüdische Synagogen an und brannten sie nieder. Damit begann ein grausamer Terror des deutschen Staates gegen seine eigenen Bürger mit jüdischem Glauben. Während des Anschlages auf die Gotteshäuser und anschließend noch sieben Jahre lang riefen die Nationalsozialisten zum Boikott gegen jüdische Geschäfte auf, zerstörten und plünderten sie, randalierten auf jüdischen Friedhöfen und schikanierten und ermordeten ihre jüdischen Nachbarn und Kollegen. Bis zum Kriegsende befanden sind Juden in Deutschland ständig in Lebensgefahr. Wer sich nicht verstecken konnte, wurde misshandelt, gefoltert, in Konzentrationslager verschleppt und ermordet. Erst 1945 gelang es Amerika, England, Frankreich und Russland gemeinsam die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten zu beenden. Bis dahin hatten die Nazis sechs Millionen Juden umgebracht. Diese hatten sich nichts zu Schulden kommen lassen. Ihr Todesurteil war allein ihr Glaube.

Das Wort Pogrom kommt aus dem Russischen und bedeutet Verwüstung, Zerstörung. Viele nennen die Reichspogromnacht auch Kristallnacht.

Eure Fragen zur Reichspogromnacht


Allgemein
Autoren Barbara Wolf-Krause, Jane Baer-Krause
 
Bildnachweise 

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