Newroz im Alevitentum

- mit dem Frühlingsbeginn feiern Aleviten den Geburtstag des Heiligen Ali
Mit Newroz begrüßen viele Aleviten den Frühling, das Licht der länger werdenden Tage und die Wiederbelebung der Natur. Auch den Geburtstag des Heiligen Ali feiern Aleviten an diesem Tag. Denn er verkörpert für sie das göttliche Licht.

In der alevitischen Lehre ist der 21. März ein ganz besonderer Tag. Die kalte Jahreszeit geht zu Ende, der Frühling beginnt und die Natur erwacht zu neuem Leben. Die Nächte werden jetzt wieder kürzer und die Tage bleiben länger hell.

Am Newroz-Tag geht es daher in vielen Cem-Häusern trubelig zu, denn ein großer Teil der Gemeinde möchte die feierliche Zeremonie nicht versäumen. Alle gemeinsam hören zuerst die Andacht, im Anschluss Vorträge der Newroz-Dichtungen und sprechen dann die Fürbitten.
Manche Aleviten fasten an diesem Tag. Viele beschenken Nachbarn und Freunde.

Das zunehmende Licht spielt schon in der Schöpfungsgeschichte eine große Rolle. Ohne Licht gäbe es kein Leben auf der Welt. Daher verehren  Aleviten es sehr - auch im übertragenen Sinn als Zeichen für Ewigkeit und Erkenntnis.
In ihren Versammlungen zünden sie daher stets Kerzen an, und zwar immer drei, fünf, sieben oder zwölf. Die Flamme zünden sie nicht einfach an und blasen sie später aus. Statt dessen "erwecken" sie das Licht und bringen es später zwischen Daumen und Zeigefinger „zur Ruhe“. Dieses Ritual heißt Delil. Das bedeutet „der Beweis“ und meint die Erhellung des Verstandes oder die Erkenntnis.

Eure Fragen zu Newroz im Alevitentum


Alevitentum
Autoren Melek Yildiz, Yilmaz Kahraman jb
 
Bildnachweise 

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