Losar

– das tibetische Neujahrsfest
Mit Losar begrüßen tibetische Buddhisten drei Tage lang das neue Jahr: „Lo“ heißt Jahr , „Sar“ bedeutet „neu“. Viele Buddhisten schmücken ihre Häuser und sich selbst, trinken mit der ganzen Familie Butter-Tee, tragen Opfergaben in die Klöster oder feiern mit Musik, Tanz und sportlichen Wettkämpfen.

Zu Losar nähen viele Tibeter neue Gebetsfahnen, bringen ihre Häuser auf Hochglanz und schmücken sie. Zum Fest ziehen sich viele von ihnen ihre schönsten Kleider an und tragen ihren kostbarsten Schmuck. Während der Festtage gibt es an verschiedenen Orten unterschiedliche Rituale.

Fast überall beginnt Losar mit einem Familienfest. Viele beten gemeinsam am Familienaltar und reichen sich gegenseitig Buttertee. Das Gemisch aus grünem Tee und Butter von tibetischen Yak-Kühen schmeckt wie fettige Brühe und ist sehr nahrhaft. Zum Festessen gibt es ebenfalls spezielle Gerichte. Häufig gehört auch eine Rauchzeremonie zum Festritual.

Am zweiten Tag strömen viele Pilger mit Opfergaben in die Klöster. Sie hoffen, dass unter den Mönchen auch ein Erleuchteter ist. Denn nach ihrem Glauben entwickeln die gemeinsamen Gebete dann ganz besondere Kräfte. Die Mönche führen an diesem Tag zu Ehren ihrer Religion spezielle Maskentänze auf. Sie sollen schlechtes Karma auflösen und damit Unheil verhindern.

Am dritten und vierten Tag steigt an vielen Orten eine Neujahrsparty mit viel Musik, Tanz und sportlichen Wettkämpfen. Die Religion spielt an diesen Tagen kaum noch eine Rolle.

Direkt nach den Losar-Tagen beginnt das Gebets-Fest Mönlam. Dazu gehören öffentliche Lehrveranstaltungen und Debatten, in denen die Mönche großer Klöster ihr Wissen messen. Das erste Fest dieser Art organisierte Je Tsongkhapa, der Gründer der Gelugpa-Tradition, der auch der Dalai Lama angehört. Heute nehmen auch viele andere tibetische Buddhisten an Mönlams teil.

Eure Fragen zu Losar


Warum feiern Buddhisten zum Neujahrsfest eine Rauchzeremonie?  

Buddhismus
Autoren  Jane Baer-Krause
 
Bildnachweise 

Neuen Kommentar schreiben

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.