Geschichte des Judentums

- Wie kam der jüdische Glaube in die Welt?
Früher glaubten die meisten Menschen an viele Götter. Das nennt man Polytheismus. Doch vor ungefähr 3.500 Jahren erzählte ein Mann den Menschen zum ersten Mal davon, dass es nur einen einzigen Gott gibt, der das ganze Universum, die Erde und alle Lebewesen erschaffen hat. Auch die Menschen. Dieser Schöpfer sollte allmächtig und gütig sein, allen Lebewesen helfen und den Menschen Fehler verzeihen und Sünden vergeben. Der Mann, der von diesem Gott erzählte, hieß Abraham. Er wurde der Urvater der Juden.

Die Bibel berichtet, dass Gott Abraham zuerst einen schweren Test bestehen ließ und dann einen Bund mit ihm geschlossen hat. Abraham sollte vielen Menschen von ihm, dem einen Gott, erzählen und sie sollten nur noch an ihn glauben. Dafür versprach Gott Abraham für seine Familie und sein Volk das "gelobte Land". Abrahams Volk waren die Israeliten und das gelobte Land hieß Kanaan. Es lag ungefähr im heutigen Israel. Dort sollte es Abrahams Kindern, Enkeln, Urenkeln und allen anderen Nachfahren gut gehen.

Abraham war mit der Abmachung einverstanden und verbreitete den Glauben an den einen Gott so gut er konnte. Dabei halfen ihm später Mose und viele andere Propheten. Trotzdem dauerte es viele Jahre, bis Abrahams Familie und sein Volk endlich in dem gelobten Land Kanaan ankamen. Denn mit der Botschaft von dem einen Gott waren längst nicht alle einverstanden. Auch einige Herrscher machten sich Abraham und seine Nachfolger zum Feind. Die Bibel erzählt von einer Flucht aus Ägypten und von einer 40 Jahre langen mühsamen und gefährlichen Wanderung des Volkes durch die Wüste. Die Rede ist von Angriffen, von Plagen, von Wundern und von einem neuen Bund, den Gott mit Mose geschlossen hat. Die ganze Geschichte des Judentums steht in den Fünf Büchern Mose. Juden nennen sie Tora. Sie ist ihre heiligste Schrift.

Die fünf Bücher Mose gehören auch zum Ersten Testament der Christen. Neben den Juden und Christen glauben an Abraham und seine Geschichte auch Muslime, Bahai und Anhänger weiterer Religionen, die sich später aus dem Judentum entwickelt haben. Weil Abraham ihr gemeinsamer Urvater ist, nennt man sie alle auch "abrahamitische Religionen".

Eure Fragen zur jüdischen Geschichte


Wie hat Abraham Gott sein Vertrauen bewiesen?

Judentum
Autoren: Jane Baer-Krause 
 

Kommentare

Wie kann man das alles in ein Referat fassen? - Mau

Zum Beispiel kannst du dir einige Fragen aufschreiben, die du mit dem Referat beantworten möchtest. Anschließend suchst du dir hier im Lexikon die Antworten und schreibst sie mit deinen eigenen Worten auf. Viel Erfolg! - Jane

Muss eine Hausaufgabe machen. Wie kann ich das alles zusammenfassen? - Lea1104

Liebe Lea, am besten so, wie Jane es in dem gelben Kasten obendrüber schon beschrieben hat. - Barbara

Hallo erstmal! Ich muss für Deutsch eine Facharbeit anfertigen. Die Seite hat mir dabei sehr geholfen. Danke! - ACE

Super, das freut uns. Wenn du noch Fragen hast, kannst du uns auch eine Mail schreiben. - Jane

Ich muss mit meinen Freunden einen Vortrag halten und brauche Hilfe. - Emma

Hallo Emma, wie lautet denn das Thema? - Jane

Ich muss einen Vortrag über das Judentum halten. Die Frage, die ich behandeln soll ist: Was sind die Unterschiede zwischem dem heutigen und damaligen Judentum? Ich finde leider keine Informationen über die Unterschiede. Könnt ihr mir helfen? - TG

Hallo TG, eine so offen gestellte Frage kann man nicht beantworten. Was meinst du mit "früher"? Ist die biblische Zeit gemeint, die Zeit Jesu oder das Mittelalter , in dem die Juden den Judenhut tragen mussten oder die Zeit der jüdischen Aufklärung? Bitte stelle deine Frage noch einmal genauer. - Debora

In welchem Jahr ist das Judentum entstanden?

Das Judentum hat sich vor ungefähr 3500 Jahren entwickelt. Eine Jahreszahl ist nicht bekannt. - Jane

Hat uns sehr weitergeholfen danke! - b

Die Bibel sagt im Buch Jeremia, Kapitel 10:
"...Denn der Gottesdienst der Völker ist dumm: Ein geschnitztes Götzenbild bleibt doch ein Stück Holz, das man im Wald geschlagen hat. Es ist nicht mehr als ein kunstvolles Werk:
4 Mit Gold und Silber hat es der Künstler schön verziert, mit Nägeln befestigt man es, damit es nicht umfällt.
5 Und dann stehen diese Götter da wie Vogelscheuchen in einem Gurkenfeld. Sie können nicht reden und sind auch nicht in der Lage sich zu bewegen - sie müssen getragen werden! Vor solchen Götzen braucht ihr keine Ehrfurcht zu haben. Sie können euch weder schaden noch nützen." - Stephan

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