Gebetshaltungen im Islam

- stehen, knien, verbeugen
Ein Muslim berührt beim Beten auf einer Wiese mit der Stirn das Gras
© Jasmin Merdan/fotolia.com
Muslime beten im Stehen, auf Knien und in der Verbeugung - und immer in arabischer Sprache. So begegnen sie Allah mit größtem Respekt.

Muslime bereiten sich mit einer Waschung auf das Gebet vor. Das Ritual heißt auf arabisch „Wudu“ und auf türkisch „Abdest“. Nur nach dieser Waschung ist ein Gebet gültig.
Es beginnt im Stehen. Der Betende hebt die Hände und sagt „Allahu akbar“. Das bedeutet "Gott ist der Allergrößte" oder „Gott ist größer als alles andere“. Dann spricht er aus dem Koran die wichtigste Sure Al-Fatiha und anschließend noch eine andere Sure. Er verbeugen sich und richtet sich wieder auf. Dabei spricht er Lobpreisungen für Allah. Dann kniet er sich nieder und berührt mit der Stirn und der Nase den Boden. Auch dabei spricht er Lobpreisungen. Dieser Abschnitt heißt Rak’a. Er ist in jedem Gebet gleich, wird aber bei einigen Gebeten häufiger und bei anderen weniger oft wiederholt.

Den Ablauf und die Gebetshaltungen haben Muslime von dem Propheten Mohammed gelernt. Er war auch dafür ihr Vorbild. Die Grundform des Gebets steht auch im Koran (Sure 25:64).
Manche kranke oder ältere Menschen können sich nicht mehr so gut bewegen. Für sie stehen in der Moschee immer einige Stühle bereit, denn sie dürfen auch im Sitzen beten.

Jeder Muslim solte sich beim Beten bemühen, ganz bei der Sache zu sein. Gähnen, Kaugummikauen, Kichern oder mit dem Nachbarn Tuscheln sind in diesem Moment völlig unpassend. Wer es trotzdem tut, kann gleich damit aufhören, denn dann zählt das Gebet nicht.

Eure Fragen zu den Gebetshaltungen der Muslime


Was bedeutet die Gebetshaltung „Qiyam“? 

Islam
Autoren  Jane Baer-Krause
 
Quellen 
 
Bildnachweise 

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