Ganesha

- Glücksbringer der Hindus
Eine Statue des indischen Gottes Ganesha in bunten Farben.
© Thomas Schmidt
Ganesha ist der Sohn der Göttin Parvati und des Gottes Shiva. Nach einer Legende formte seine Mutter Pavarti ihren Sohn Ganesha aus Lehm und hauchte ihm dann das Leben ein.

Ganesha gilt als Überbringer des Glücks, als Beseitiger von Hindernissen und auch als Gott der Weisheit. Daher verehren ihn viele Hindus immer dann, wenn etwas Neues beginnt. So ist er für viele seiner Anhänger zum Beispiel immer dann dabei, wenn sie zu einer Reise aufbrechen, wenn die Schule beginnt oder wenn einer von ihnen ein neues Geschäft eröffnet. Auch viele Buddhisten und Anhänger der Jaina-Religion lieben Ganesha.

Ganesha erkennst du an seinem Elefantenkopf und an den Dingen, die er in seinen vier Händen hält. Das sind ein abgebrochener Stoßzahn, ein Beil, eine Blütenkette, eine Süßspeise und sein Rüssel. Mit dem Stoßzahn soll Ganesha ein heiliges Buch geschrieben haben. Das Beil ist ein Zeichen für seine Gabe, Dinge gut voneinander zu unterscheiden. Die Blütenkette sagt, dass der Glücksüberbringer alles miteinander verbinden kann. Und die Süßspeise ist seine Lieblingsspeise und ein Zeichen für Segen.

Als Reittier dient Ganesha eine Ratte.

Eure Fragen zu Ganesha


Warum hat Ganesha einen Elefantenkopf? 

Als Erklärung für diese Frage kennen Hindus viele verschiedene Geschichten. Dies ist eine von ihnen:

Eines Tages zog sich Parvatis Ehemann Shiva zu einer langen Meditation zurück. Die Göttin nutzte die Ruhe. Sie besorgte sich einen Klumpen Lehm, setzte sich hin und knetete sich einen Sohn. Sein Haupt formte sie wie einen Menschenkopf. Als sie mit ihrem Werk zufrieden war, erweckte sie ihren Sohn zum Leben und nannte ihn Ganesha. Das Werk hatte sie jedoch so erschöpft, dass sie ein Bad nehmen musste.

Während sich Parvati noch in der Badewanne von all der Mühe erholte, beendete Shiva seine Meditation. Er kam zurück und wollte seine Ehefrau begrüßen. Doch Ganesha bewachte die Tür und gab Acht, dass niemand seine Mutter im Bad störte. Auch Shiva hatte keine Chance: Ganesha ließ ihn einfach nicht zu ihr. Das machte Shiva so rasend, dass er Genesha in seiner Wut den Kopf abschlug.
Parvati erschrak fürchterlich und war todunglücklich. Sie bettelte und flehte ihren Mann an, ihren Sohn wieder zum Leben zu erwecken. Schließlich ließ sich Shiva erweichen und erfüllte seiner Frau den Wunsch. Doch zur Strafe, dass Ganesha ihm den Zutritt zum Bad verwehrt hatte, wollte er seinem Sohn den Kopf des Tieres verpassen, das ihm zuerst über den Weg lief. Das war ein Elefant. Und Shiva tat, was er sich vorgenommen hatte.


Hinduismus
Autoren  Jane Baer-Krause, rk
 
Bildnachweise 

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