Engel im Judentum

- die Mal'ach sind Boten Gottes
Eine Statue mit dem Erzengel Gabriel in Budapest.
© epd-bild/Foto: dreamtours
Juden glauben wie Christen und Muslime an Engel. Sie sind für sie unsterbliche Wesen, die Gottes Botschaft weitergeben und dafür sorgen, dass die Menschen seinen Willen befolgen. Auf Hebräisch heißt Engel Mal'ach. Das bedeutet Bote.

Jeder Engel hat nach jüdischem Glauben seine eigenen Aufgaben. Manche begleiten die Juden am Schabbat. Sie werden mit einem besonderen Lied dazu eingeladen. Die Erzengel Michael, Gabriel, Uriel und Raphael behüten die Schlafenden. Wieder andere Engel stellen die Menschen auf die Probe. Auch Satan ist für Juden ein Engel. Seine Aufgabe ist es, Menschen im Auftrag Gottes zu prüfen, anzuklagen und Strafen zu verhängen. Der Todesengel hat nach jüdischem Glauben beim Auszug aus Ägypten die letzte Strafe verübt.

Die Bibel erzählt auch von Engeln, die in der Gestalt von Menschen wichtige Dinge verkündeten oder vor einem Unglück warnten. Auch Abraham und Jakob begegnen in der Bibel Engeln in Menschengestalt. An anderer Stelle ist von einem Esel die Rede, der einen rettenden Engel schon vor den Menschen erkannte.
Die Cherubim und Seraphim sind ebenfalls bekannte Engel. Sie sind so etwas wie der Hofstaat Gottes.
Alle Engel bilden gemeinsam ein Heer. Darum trägt Gott auch den Namen Zebaoth. Das bedeutet „Herr der Heerscharen“.

Eure Fragen zu Engeln im Judentum

Judentum
Autoren Jessica Raab, bwk, dl, jb
 
Quellen 
 
Bildnachweise 

Kommentare

Was ist ein Engel?

Schau doch im Lexikon mal nach unter "Engel"...

Ich möchte mehr über den Engel Serapjim wissen. - Lea

Liebe Lea, in ein paar Tagen findest du Infos über den Engel im Lexikon. - jb

Wie wurde sie gebaut?

Was meinst du? Die Säule auf dem Bild? - Jane

Meinen Sie das Lied Schalom Alejchem, das am Schabbat gesungen wird? Hier werden die Engel "angerufen"... ist es aber nicht auch eine Art von Götzendienst, wenn erst der Engel und dann erst der Herr angerufen wird? - anonym

Ja, das Lied „Schalom Alejchem“ wird am Freitagabend zur Begrüßung des Schabbats gesungen, und zwar zu Hause am festlich gedeckten Tisch vor dem Segensspruch über Brot und Wein, dem Kiddusch. Zuvor preisen die Gläubigen im Gottesdienst mit Psalmen und Gebeten Gott. Mit dem Lied zu Schabbat rufen die Gläubigen zu ihrer Begleitung dann die Engel. Sie sind keine Götzen, sondern Boten Gottes, die Gläubige in Gottes Auftrag begleiten. - Debora

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