Empfängnisverhütung im Hinduismus

- war früher verboten, ist heute fast überall erlaubt
Eine Monatspackung der Pille zur Empfängnisverhütung.
© Brigitte Meckle - fotolia.com
In Indien klaffen alte Glaubensregeln der Hindus und die Verhütungspraxis in der Gesellschaft heute oft weit auseinander.

Vor vielen hundert Jahren galt es für Hindus noch als Sünde, die fruchtbaren Tage der Frau ungenutzt verstreichen zu lassen und sich damit nicht um eine Schwangerschaft zu bemühen. Zugleich galt das sogar als Dummheit. In dem von Armut gequälten Indien starben nämlich besonders viele Kinder. Da sie die einzige Altersversorgung für die Menschen waren, bemühte sich jede Familie um möglichst viele Söhne. Das führte später zur Überbevölkerung und damit zu einem Umdenken.

Heute wünschen sich viele Inder nur noch ein oder zwei Kinder – und benutzen deshalb Verhütungsmittel, sobald die Familienplanung abgeschlossen ist.
Eines erinnert aber bis heute an den alten Glauben, dass Verhütung Sünde ist: Viele Hindu-Paare beginnen erst damit, wenn sie wenigstens einen Sohn bekommen haben.

Eure Fragen zur Empfängnisverhütung im Hinduismus



Hinduismus
Autoren  Jane Baer-Krause
 
Quellen 
 
Bildnachweise 

Neuen Kommentar schreiben

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.