Buß- und Bettag

- Christen übernehmen Verantwortung für schlechte Taten
Junge in grünem Pullover betet mit geschlossenen Augen
© Giuseppe_R/fotolia.com
Am Buß- und Bettag sollen Christen darüber nachdenken, welches Unrecht sie anderen Menschen zugefügt haben und wie sie sich in Zukunft besser verhalten können.

Am Buß und Bettag geht es darum, Fehler einzusehen, sie zu bereuen und die Verantwortung für eine Schuld zu übernehmen. Aber das ist noch nicht alles. Vor allem sollen sich Christen an diesem Tag besonders gründlich Gedanken darüber machen, wie sie Fehler künftig vermeiden und sich besser verhalten können als bisher. Büßen heißt nämlich, sich für das Gute im Leben zu entscheiden.

Viele Christen berichten Gott im Gebet von ihren Fehlern und bitten ihn darin um Vergebung und um Hilfe, in Zukunft vieles besser zu machen. Das tun manche auch am Buß- und Bettag zuhause für sich alleine. Andere beten in der Kirche im Gottesdienst mit anderen gemeinsam.
 

Eure Fragen zum Buß- und Bettag

Christentum

Tipp für den Buß- und Bettag
 

Entschuldige dich einfach mal für eine Dummheit. Du wirst sehen, der Betroffene wird sich wundern - und freuen.

Diese Kinderseiten berichten auch über den Buß- und Bettag





Autoren: Johanna Kallies, Andreas Bothmann, pfl, fk, ck, jb 
 
Bildnachweise 

Kommentare

Wie toll, also kann man seine bösen Taten Gott zubeten?
Danke, dass das hier zu finden ist. :-) - Kara

Liebe Kara, wenn du vor Gott Buße tun möchtest, dann musst du etwas aus ganzem Herzen ernsthaft bereuen. Denn wenn ein Buß-Gebet nur so dahin geredet und gar nicht richtig ernst gemeint ist, dann zählt es nach dem Glauben vieler Religionen vor Gott nicht.
Jesus sagt in der Bibel außerdem: „Sünden bekennen kann man nur, wenn man bereit ist, auch einen Schaden wieder gut zu machen und sich bei anderen Menschen zu entschuldigen.“ (Matthäusevangelium 7,21)
Das gilt auch im Judentum. Im Hebräischen nennt man die richtige Herzenshaltung KAWANA. - Debora

Warum ist der Buß- und Bettag evangelisch? - Dieter

Der Buß- und Bettag war ursprünglich kein spezieller evangelischer Feiertag. Schon im Mittelalter wurden in Zeiten der Not Bußtage ausgerufen, um Gott gnädig zu stimmen. Aus Angst vor Türkenkriegen trafen sich evangelische Christen 1532 erstmals zu einem eigenen Buß- und Bettag. Später übernahmen andere Kirchengebiete den Brauch. Um 1850 führte die Evangelische Kirche einen festen gemeinsamen Termin ein. - Katharina (Quelle: Evangelische Landeskirche in Baden)

Ich brauche eine Namenserklärung und finde keine!?

Für welchen Namen denn? Für den Buß- und Bettag? An ihm sollen Protestanten büßen und beten. Der Name erklärt also das, was an diesem Tag zu tun ist. - Jane

Hört Gott meine Gebete? - Hildegard

Alle Menschen, die an Gott glauben, glauben auch fest daran, dass er ihre Gebete hört. - Jane

Gott hört dich immer! Egal wo du bist. - Christ

Warum ist der Buß- und Bettag immer an einen Mittwoch? - Anne-Sophie

Hallo Anne-Sophie, früher wurde der Buß- und Bettag an verschiedenen Wochentagen gefeiert. Erst 1852 legte die Eisenacher Konferenz evangelischer Kirchenregierungen den Festtag auf den Mittwoch vor dem letzten Sonntag im Kirchenjahr, dem Ewigkeitssonntag, fest. - Barbara

Wann wird das Fest gefeiert? - anonym

Der Buß- und Bettag steht immer 11 Tage vor dem 1. Advent auf dem Kalender. Das ist in der zweiten Novemberhälfte der Mittwoch vor Totensonntag. - Jane

Was ist eigentlich eine Buße? - Christ

Hallo Christ, die Antwort erklärt dir evangelisch.de in dem Film "Buße". - Jane

Ist der Buß- und Bettag zwingend? - Christ

Hallo Christ, am Buß- und Bettag sind Christen dazu aufgerufen, über das eigene Verhalten kritisch nachzudenken. Sie sollen Fehler einsehen, sie bereuen und sich dafür entschuldigen und überlegen, wie sie sich in Zukunft besser verhalten können. Dazu kann man aber niemanden zwingen. Der Buß- und Bettag ist daher eher eine Erinnerung daran, sich immer wieder selbst zu überpfrüfen. - Jane

Wer erfand diesen Feiertag? - Mirja

Liebe Mirja, der Buß- und Bettag wurde in Deutschland 1852 zum ersten Mal von mehreren evangelischen Kirchenleitungen vorgeschlagen. Der Tag soll zum Nachdenken über das eigene Leben da sein. Man soll an dem Tag beten, dass Gott einem verzeiht, und dass man es nun besser macht. In ganz Deutschland war der Buß- und Bettag von 1934 bis 1994 ein gesetzlicher Feiertag. – Frank

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