Abtreibung im Hinduismus

- ist vor allem für die „Täter“ schlimm
Eine Mutter tröstet ihre traurige Tochter.
© kmiragaya - fotolia.com
Die meisten Hindus leben in Indien. Dort werden viele Schwangerschaften abgebrochen, wenn ein Mädchen erwartet wird. Denn für die Verheiratung einer Tochter müssen die Eltern später eine hohe Mitgift bezahlen. Das treibt viele Familien in die Armut - besonders dann, wenn sie mehrere Mädchen und keine Söhne haben.

Die Zahlen der Abtreibungen von Mädchen steigen sogar. Im Jahr 2011 kamen auf zehn Jungs, die geboren wurden, fast nur noch neun Mädchen. Das hat schlimme Folgen für die Gesellschaft und für viele Menschen auch persönlich. Zum Beispiel findet bald nicht mehr jeder Mann eine Frau. Darum denkt die indische Regierung jetzt darüber nach, bei jedem ungeborenen Baby das Geschlecht bestimmern zu lassen und die Abtreibung von Mädchen zu verbieten.

Eine Abtreibung ist für jeden Menschen schlimm, denn dabei wird ein Leben verhindert. Aber Hindus haben damit noch ein zusätzliches Problem. Sie sorgen sich auch um die Eltern und Ärzte, die den Schwangerschaftsabbruch wünschen und durchführen, denn diese haben unter Umständen eigennützige Motive und handeln sich deshalb ein schlechtes Karma ein.

Wie für Buddhisten beginnt auch für Hindus das Leben im Moment der Zeugung. Anders als im Buddhismus gilt ein Menschenleben jedoch im Hinduismus nicht allzu viel, denn Hindus betrachten ihren Körper vor allem als Hülle für ihre Seele, die austauschbar ist.

Eure Fragen zur Abtreibung im Hinduismus



Hinduismus
Autoren   Jane Baer-Krause, cn
 
Quellen 
 
Bildnachweise 

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