Abtreibung im Christentum

- das Leben beginnt mit der Zeugung und steht sofort unter Schutz
Ein junges Paar im Beratungsgespräch mit einer Ärztin.
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Für viele Christen beginnt das Leben schon bei der Zeugung mit der Verschmelzung von Ei und Samenzelle. Zu diesem Zeitpunkt zieht nach ihrem Glauben auch bereits die Seele in das neue Leben ein. Das heißt für sie, dass Gott zu diesem Leben „Ja“ gesagt hat. Und damit gestehen die Kirchen schon der befruchteten Eizelle das Recht auf Leben und den Schutz des Lebens zu. Dennoch gehen sie unterschiedlich mit dem Thema Abtreibung um.

Für Katholiken begann das Leben noch nicht immer so früh. Viele von ihnen teilten bis vor rund 150 Jahren den Glauben der Juden. Danach zieht die Seele erst am 42. Schwangerschaftstag in das ungeborene Kind ein. Bis dahin stellte die katholische Kirche sein Leben nicht unter besonderen Schutz. Heute ist die römisch-katholische Kirche dagegen ein besonders strenger Abtreibungsgegner. Sie bezeichnet den Schwangerschaftsabbruch zu jedem Zeitpunkt als Kindstötung und damit als Verbrechen.

Auch die Evangelische Kirche in Deutschland möchte Abtreibungen vermeiden. Sie hält den Abbruch der Schwangerschaft jedoch für gerechtfertigt, wenn die körperliche oder seelische Gesundheit der Mutter in Gefahr ist, wenn das Kind behindert ist und wenn die Schwangerschaft durch eine Vergewaltigung zustande kam.

Beide Kirchen bieten Hilfe suchenden Schwangeren Beratungsgespräche an. Viele Christen aller Glaubensrichtungen beteiligen sich außerdem auf beiden Seiten an der Diskussion um die Argumente der Abtreibungsgegner und -befürworter.

Eure Fragen zur Abtreibung im Christentum


Christentum
Autoren  Jane Baer-Krause
 
Quellen 
 
Bildnachweise 

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