Wie feiern Juden Sukkot?

Hellgrüne Etrog-Früchte liegen auf pinkfarbenen Netzverpackungen.
fotolia © Rafael Ben-Ari
In den Sukkot-Tagen verbringen viele jüdische Familien möglichst viel Zeit in ihrer selbstgebauten Laubhütte. Am Vorabend zünden die Frauen darin die Lichter an und sprechen den Licht- und Dankessegen. Nach dem Abendgottesdienst wünschen sich alle ein „Frohes Fest“ und begrüßen Sukkot mit einem Segensspruch und einem Festmahl.

Am Morgen des ersten Tages findet ein feierlicher Gottesdienst statt. Alle Teilnehmer halten einen Lulav in der Hand und schwenken ihn als Dankeszeichen für Gott in alle Richtungen. Am Ende des Gottesdienstes umkreisen alle Teilnehmer mit dem Lulav in der Hand die Bima und singen dazu das Bittgebet Hoschana na. Das bedeutet „Hilf bitte“. Damit bitten Juden um genug Regen im folgenden Jahr. Die Rundgänge um die Bima erinnern an Feiern in dem heute zerstörten Zweiten Tempel in Jerusalem.

Auch an den kommenden Tagen finden besondere Gottesdienste statt. Außerdem arbeiten viele Juden möglichst wenig.

Der letzte Tag von Sukkot heißt Hoschana Rabba oder Starke Erlösung. Auf ihn folgt der Feiertag Schmini Azeret: Der achte Tag der Versammlung. In Israel fällt Schmini Azeret zusammen mit Simchat Tora, dem Tora-Freudenfest. Außerhalb von Israels ist Simchat Tora ein eigener Tag und damit eigentlich der neunte Tag von Sukkot.

Wie feiern Juden Sukkot?
Judentum
Autoren: Jane Baer-Krause 
 
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Kommentare

Was essen die Juden bei dem Sukkot-Festmahl? - Lara

Hallo Lara, es gibt ein festliches Essen mit Fleisch wie am Schabbat, aber keine besonderen Speisen. Beim Kiddusch, dem Segensspruch, mit dem das Essen beginnt, kann man noch das Brot in Honig tunken und Apfel mit Honig essen - wie an Rosch HaSchana. - Debora

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