Welche Inhalte verbinden Tanach, Zweites Testament und Koran?

Im Ersten und Zweiten Testament der Bibel und im Koran findest du Geschichten über den einzigen Gott, über die Schöpfung, über das Paradies, über den Stammvater Abraham und über Jesus. Aber Vorsicht: Die Geschichten ähneln sich mal mehr und mal weniger, aber sie gleichen sich nicht.

Nach dem Ersten und dem Zweiten Testament der Bibel und nach dem Koran glauben Juden, Christen und Muslime nur an einen Gott und nicht an mehrere Götter. Den Glauben an nur einen Gott nennt man Monotheismus.
Im jüdischen Tanach steht dazu: „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“ (2. Mose, 20:3). Der Tanach ist die Bibel der Juden. Sie heißt auch Erstes Testament und gilt auch für Christen.
Im Zweiten Testament der Christen heißt es: „Da spricht Jesus zu ihm: Weiche, Satan! Denn es steht geschrieben: “Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen!” (Matthäus 4:10). Muslime nennen Gott auf Arabisch Allah.
Im Koran kannst du nachlesen: „Bete neben Allah keinen anderen Gott an! Es gibt keinen Gott außer Ihm.“ (Sure 28:88).

Auch die Schöpfungsgeschichte klingt in der Bibel ganz ähnlich wie im Koran. Gott ist immer der Schöpfer der Welt und der Mensch wird von Gott geschaffen. Nach den Schriften der Juden und Christen schuf Gott den Menschen jedoch als sein Ebenbild, also als sein Gegenüber. Das gilt für den Koran nicht.

Alle drei Bücher berichten auch über den Stammvater Abraham. Daher heißen sie abrahamitische  Religionen. Doch ab der Geschichte über Abrahams Söhne Isaak und Ismael trennen sich die Wege.

Die Bücher aller drei Religionen erzählen von der Geburt Jesu. Nur für Christen ist Jesus  jedoch der Sohn Gottes. Der Glaube an ihn hat zur Entwicklung des Christentums aus dem Judentum geführt. Das war kein leichter Weg und hat auch zu viel Streit und Leid geführt. Bei Juden ist Jesus daher sehr umstritten. Muslime nennen Jesus auf Arabisch Isa. Für sie ist er ein Prophet, der den Menschen hilft, aber auch nicht Gottes Sohn und damit auch kein Mittler zwischen Gott und den Menschen.
Welche Inhalte verbinden Tanach, Zweites Testament und Koran?
Religion allgemein
Autorin:

Gudrun Spahn-Strotzki / jb
Koran-TIPP

Die Übersetzung der Arabischen Sprache ins Deutsche ist schwierig. Das gilt besonders für Übersetzungen des Koran.
Anerkannte Ausgaben des Koran sind zum Beispiel Übersetzungen von
  • Hans Zirker
  • Frank Bubenheim und Nadeem Elyas
  • Muhammad Asad
  • Hartmut Bobzin

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