Was ist das Omer-Zählen?

Omer ist eine Maßeinheit, mit der früher Getreide abgemessen wurde. Diese Menge sollte täglich zwischen Pessach und Schawuot in den Tempel in Jerusalem gebracht werden. In der Bibel wird Omer mit Garbe übersetzt. (Lev. 23,4-12)
Die Omer-Tage beginnen am Vorabend des 2. Tages von Pessach. Das ist in Deutschland der 2. Sederabend. An ihm beginnen viele Juden bis zu Schawuot 45 Abendgebete zu zählen. So verbinden sie die beiden großen Feste miteinander. Die Omerzeit erinnert auch an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Er begann am Pessachfest und befreite die Juden aus der Sklaverei. Laut Überlieferung erhielten die Juden an Schawuott am Berg Sinai von Gott die Zehn Gebote und die Tora. Daher feierten Juden die Omerzeit zunächst als Freudentage. Erst als die Römer 70 Jahre nach Christi ihren heiligen Tempel in Jerusalem zum zweiten Mal zerstört hatten, wurde die Zeit zur Trauerzeit. Nun konnten Gläubige keine Opfer mehr zum Tempel bringen. Außerdem ereigneten sich neue Katastrophen wie die Seuche unter den Schülern des Rabbi Akiwas.
Was ist das Omer-Zählen?
Judentum
Autoren Alena Herrmann, dl, jb
 
Quellen 
 
Bildnachweise 

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