Warum gibt es so viele verschiedene Kopftücher?

Kopftücher werden aus sehr verschiedenen Gründen getragen. Im Islam und manchen christlichen und jüdischen Glaubensrichtungen gehören sie zu den Kleiderregeln der Religionen. Im Alltag vieler anderer Menschen erfüllen sie dagegen viele praktische Aufgaben.

Zum Beispiel halten Kopftücher die Haare zusammen, damit sie bei der Arbeit nicht stören oder in eine Maschine geraten können. Dort, wo es staubt, schützen sie die Haare vor Schmutz, im Regen vor Nässe, in einem Cabrio vor dem Wind. Wer sehr dünnes Haar hat, kann mit einem Kopftuch auch einen Sonnenbrand verhindern. In vielen Fällen sind die Tücher auch Teil einer Tracht. Oder sie dienen einfach nur als Schmuck.

Viele Muslima betrachten das Tragen eines Kopftuches als religiöse Pflicht. Farbe und Muster wählen sie frei. Dabei achten sie oft darauf, dass es zu der übrigen Kleidung passt.
Streng gläubige orthodoxe Jüdinnen bedecken ihre Haare mit einem Kopftuch oder einer Perrücke, wenn sie verheiratet sind.
Auch Frauen mancher Glaubensrichtungen im Christentum tragen ein Kopftuch, vor allem auf dem Lande. Zu ihnen zählen zum Beispiel die Hutterer.
Für Christen ist das Tragen eines Kopftuches aber keine Regel. Vielmehr heißt es: Ob ein Christ sich zu seinem Gott bekennt, geschieht im Herzen. Das Kopftuch ist nur ein äußerliches Zeichen und das Tragen für Christinnen keine Pflicht.
Warum gibt es so viele verschiedene Kopftücher?
Religion allgemein
Autorin: Alena Herrmann, jb

Kommentare

Wann wurde das Kopftuch bei den Muslimen eingeführt? - Anna Sophie

Hallo Anna Sophie, Muslime haben schon zur Lebzeit des Propheten Mohammed Kopftuch getragen. - Annett

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