Wann besuchen Juden eine Mikwe?

Eine Treppe aus Stein mit einem Metallgeländer führt zu einer Mikwe, einem rituellen Tauchbad für Juden.
© Debora Lapide
Viele Juden tauchen vor dem Schabbat und ihrer Hochzeit und nach dem Kontakt mit einem Toten in einer Mikwe unter, viele Jüdinnen auch nach ihrer Regelblutung und nach einer Geburt.

Jüdinnen sollen am Abend vor ihrer Hochzeit und nach der Geburt eines Kindes mehrmals komplett in der Mikwe untertauchen. Das gilt auch für den Tag nach ihrer Regelblutung. Dazu sprechen die Frauen einen Segensspruch.

Auch viele jüdische Männer nehmen das Tauchbad vor der Hochzeit, außerdem vor dem Schabbat und dem Versöhnungstag Jom Kippur, manche auch nach dem Sex. 

Wer mit einem Toten in Berührung gekommen ist, sollte die Mikwe nach jüdischem Glauben  ebenfalls besuchen. Pflicht ist die Mikwe sogar für jeden Menschen, der neu zum Judentum übertreten will.

Auch manche Dinge, die nach jüdischen Regeln falsch benutzt wurden, können in einem speziellen Becken "gereinigt" werden. Das gilt zum Beispiel für Geschirr oder Besteck, das mit Milch und mit Fleisch in Berührung gekommen ist. Das sollen Juden nach Möglichkeit vermeiden. Dieses Reinigungsbecken für Dinge heißt Kelim, die „Reinigung“ der Gegenstände heißt kaschern.

Wann besuchen Juden eine Mikwe?
Judentum
Autoren Barbara Wolf-Krause. dl. Jane Baer-Krause
 
Bildnachweise 

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