Sterbehilfe im Judentum

- Gott allein hat über Leben und Tod zu entscheiden
Zwei junge Hände halten zwei alte Hände.
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Nach jüdischem Glauben darf nur Gott über das Leben entscheiden, und zwar über den Zeitpunkt der Geburt ebenso wie über den Moment des Sterbens. Viele Juden lehnen daher jede Hilfe ab, die das Leben künstlich verlängern oder vorzeitig beenden.

Der Talmud schildert ein Beispiel, die letzten Stunden von Rabbi Jehuda HaNasi:
  • Seine Schüler flehten für ihn zu Gott, doch seine Magd, die ihn pflegte und die fortwährend erlebte, wie er litt, ging ins Obergemach und betete, dass er doch sterben dürfe. Doch er starb nicht. Da nahm die Magd einen Krug und warf ihn vom Dach. Aufgeschreckt vom Lärm unterbrachen die Schüler kurz ihr Gebet – und Rabbi Jehuda starb.
Talmud, Ketubot 104a


Eure Fragen zur Sterbehilfe im Judentum


Judentum
Autoren Jane Baer-Krause, dl
 
Quellen 
 
Bildnachweise 

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