Schimon bar Kochba

- starb im Aufstand gegen Römer
Ein Modell der Festung Masada in Jerusalem.
© Debora Lapide
Schimon bar Kochba plante mit anderen Juden den Aufstand gegen die Römer und wurde dabei getötet.

Im Jahr 66 nach Chr. begann in Judäa der Krieg zwischen Juden und Römern. Damals wollten die Römer das Lesen der Tora verhindern. Im Jahr 70 nach Christi zerstörten die Römer schließlich den heiligen Tempel der Juden in Jerusalem. Eine große Gruppe von Juden setzte sich gegen die Feinde zur Wehr. Sie nannten sich Zeloten. Viele von ihnen verschanzten sich auf der Festung Masada. Sie hofften, dass nun der Messias käme. Doch statt dessen eroberten die Römer mit Hilfe jüdischer Sklaven die Festung. Fast 1000 Zeloten begingen Selbstmord. Damit wollten sie die Römer beleidigen.

Sechzig Jahre später ließ der römische König Hadrian das Judentum verbieten. Alle Juden konnten nur noch heimlich beten und ihre Söhne beschneiden. Daher versuchte Schimon bar Kochba einen weiteren Aufstand gegen die Römer. Den Namen "bar Kochba" hatte ihm Rabbi Akiwa verliehen. Das bedeutet „Sternensohn“. Rabbi Akiba hielt Schimon sogar für den Messias und glaubte, dass er das Friedensreich bringen würde.
In einer Schlacht wurde Schimon bar Kochba jedoch getötet und viele seiner Anhänger grausam hingerichtet. Auch Rabbi Akiba erlitt unter Foltern den Märtyrertod.
Dieser misslungene Aufstand bedeutete in Judäa das Ende für das Judentum. Es gab nur noch wenige Orte, in denen einige Juden lebten. Andere Juden waren bis zur Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 in alle Welt zerstreut.

Eure Fragen zu Schimon Bar Kochba

Judentum
Autoren ??, dl, jb
 
Quellen 
 
Bildnachweise 

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