Scheitl

- eine Perücke als Kopfbedeckung für jüdische Frauen
Köpfe von Schaufensterpuppen mit Perücken in unterschiedlichen Haarfarben.
© mapichai - fotolila.com
Viele orthodoxe Jüdinnen tragen eine Perücke, die Scheitl genannt wird. Sie verstecken darunter ihre Haare und zeigen damit anderen Juden, dass sie verheiratet sind. Für viele ist die Perücke inzwischen aber auch zum modischen Accessoire geworden. Einige tragen statt Perücke auch Hut, Baskenmütze, Kopftuch oder ein Haarnetz. Viele jüdische Frauen lehnen es aber ab, ihre Haare zu verstecken.

Bereits im 18. Jahrhundert schnitten sich strenggläubige chassidische Jüdinnen vor der Hochzeit die Haare ab und trugen dann ein Kopftuch, das Tichel heißt. Sie schnitten sich die Haare immer wieder kurz, damit keine Locke unter dem Kopftuch hervorlugte. Denn das galt als unschicklich. Es gehörte sich nicht, Haar zu zeigen.

Eure Fragen zum Scheitl

Tragen Jüdinnen auch zu Hause Perücke?
Judentum
Autoren: Barbara Wolf-Krause, Debora Lapide
 
Quellen 
 
Bildnachweise 

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