Schächten

- eine Form der Schlachtung
Ein muslimischer Metzger inmitten vieler Schafe kurz vor dem Schächten der Schafe für das muslimische Opferfest.
© epd-bild/Foto: Thomas Rohnke
Tiere können auf verschiedene Weise geschlachtet werden. Eine Form der Schlachtung ist das Schächten. Dabei blutet das Tier komplett aus. Speisen, die Blut enthalten, sind im Islam und im Judentum verboten. Muslime und Juden dürfen daher nur Fleisch von geschächteten Tieren essen. Nach Möglichkeit sollte das Fleisch sogar immer halal oder koscher sein. Dazu sollte das Tier vor der Schächtung auch artgerecht gelebt haben.

So funktioniert das Schächten:

Der Schlachter schneidet die Hauptschlagader des Tieres durch. Wichtig: Damit alles ganz schnell geht und das Tier nicht lange leidet, benutzt der Schächter ein scharfes Messer. Dann werden die Tiere aufgehängt, damit sie ausbluten können.
In Deutschland verbietet das Tierschutzgesetz die Schächtung im Allgemeinen. Ausnahmegenehmigungen gibt es nur für Schlachter mit einer besonderen Ausbildung. Sie müssen die Technik gut beherrschen und damit dem Tier lange Qualen ersparen.
 

Eure Fragen zum Schächten


Essen Juden Fleisch aus einer muslimischen Fleischerei?
Nach welchen Regeln töten die Religionen Tiere, die sie essen?

Allgemein
Autoren: Johanna Kallies, Andreas Bothmann, ar, jb 
 
Bildnachweise 

Kommentare

Warum werden die Tiere an der Hauptschlagader aufgeschnitten?

Nach diesem Stich bluten die Tiere sehr schnell aus. Dadurch verlieren sie sehr rasch das Bewusstsein und müssen nicht lange leiden. Außerdem ist die Chance größer, dass das Blut nicht im Körper gerinnt, also verkrustet. Nach jüdischen und muslimischen Speisevorschriften darf das Fleisch kein Blut mehr enthalten, wenn es gegessen wird.

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