Mahashivaratri

- feiern Hindus die große Nacht des Shiva
Kleiner, bunter Shiva-Tempel in einem Reisebus in Nepal.
© Valerie Schmidt
Mahashivaratri heißt „Die große Nacht des Shiva“. Es ist das wichtigste Fest für die Shivaiten. Das sind Hindus, die den Gott Shiva verehren.

Schon am Tag fasten viele Hindus. Am Abend besuchen sie einen der vielen Shiva-Tempel. Dort verehren sie Gott Shiva und bringen ihm Opfergaben. Dafür werden vor dem Tempel sogar große Zelte aufgestellt. 

Shiva wird oft als eine kleine Steinsäule dargestellt. Sie heißt Linga und erinnert an einen Penis. Das Linga soll an die schöpferische Kraft Gottes erinnern. Ein Priester übergießt es mit Rosenwasser, Milch oder Honig und legt Blumenblüten, Blätter oder Früchte vor ihm ab, die gläubige Hindus ihm gebracht haben. Dabei spricht der Priester die ganze Nacht über Gebete aus den alten heiligen Schriften der Hindus. Alle bleiben wach. Viele Hindus beten zu Shiva und singen ihm Loblieder. Erst am nächsten Tag gibt es wieder etwas zu essen.

Zu Mahashivaratri erzählen Hindus gerne diese Geschichte:

Einst lauerte ein Jäger auf einem Baum. Er wartete auf Beute. Da kam eine Hirschkuh. Der Jäger wollte sie töten. Sie bat ihn aber zu warten, da sie sich erst von ihren Kindern verabschieden wolle. Der Jäger wartete die ganze Nacht. Da er nun nichts zu essen hatte, fastete er. Um besser zu sehen, riss er einige Blätter des Baums ab. Er ließ sie fallen. Sie landeten auf einem Linga, das neben dem Baum lag. Ohne es zu wissen, verehrte er damit den Gott Shiva. Daraufhin erschien ihm dieser und segnete ihn.
Am nächsten Tag entschied sich der Jäger aus Mitgefühl, die Hirschkuh nicht zu töten.


Eure Fragen zu Mahashivaratri




Hinduismus
Autoren Christian Nettke, jb
 
Quellen 
 
Bildnachweise 

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