Cem-Haus

- die Gebetsstätte der Aleviten hat keine typische Form
Im Cem-Raum sitzen Aleviten möglichst im Kreis
Anil Binboga
Kirchen, Moscheen oder Tempel erkennst du oft schon von weitem an ihrer Form. Cem-Häuser haben dagegen keine besondere Architektur. Sie erwecken auch keine Aufmerksamkeit durch Glockengeläut oder Gebetsrufe. Aber sie haben viele Funktionen. Ein Cem-Haus dient nämlich fast immer gleichzeitig als Ort für Andachten und andere religiöse Handlungen, als Treffpunkt für die Gemeinde, als Raum der Stille zum Abschiednehmen von Verstorbenen und sogar als Gericht.

Damit die Räume für jeden Anlass richtig ausgestattet sind, sind Cem-Häuser oft vor allem praktisch eingerichtet. Einen Hinweis auf den Glauben geben häufig nur die Bilder von Heiligen wie Ali, Pir Sultan Abdal und Hünkar Bektaş Veli. Eine ganz eigene Bestimmung hat oft nur der besondere Raum zum traditionellen Waschen und Abschiednehmen von Verstorbenen.

Wie ein Cem-Haus entstehen kann, das viel mehr über den Glauben erzählen kann, das macht die Alevitische Gemeinde Dortmund vor.

Eure Fragen zum Cem-Haus



Alevitentum

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